Gesellschaft zum Schutz der Wölfe e.V.

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06.05.2009 Neues vom Projekt "Besenderung von Jungwölfen"

Das Kontaktbüro "Wolfsregion Lausitz" berichtet:

Dritter Jungwolf besendert, Wanderverhalten bereits besenderter Jungwölfe wird beobachtet

Am Samstag, dem 2. Mai, gelang es den Biologen des Wildbiologischen Büros LUPUS einen dritten Wolf einzufangen und mit einem GPS-GSM Senderhalsband zu versehen. Der Wolfsrüde, dessen Alter auf mind. 2 Jahre geschätzt wird, wurde in Sachsen im Gebiet des Neustädter Rudels gefangen. Anders als bei den beiden Wölfen, die im März gefangen wurden, befand er sich in einer schlechteren körperlichen Verfassung. Der 33 kg schwere Wolfsrüde war abgemagert und wies Anzeichen einer Hauterkrankung auf. Von den beiden bereits im März besenderten Jungwölfen des Nochtener Rudels hält sich MT2 („Karl“) noch immer in seinem Heimatterritorium auf. Im März hatte der Jungwolf einen 2,5 wöchigen Ausflug bis nach Treuenbriezen in Brandenburg unternommen und war dann wieder in das Nochtener Revier zurückgekehrt. Nun hat sein Bruder MT3 („Alan“) am Abend des 23. April das heimatliche Revier verlassen. Die nord-östliche Richtung, die er eingeschlagen hat, führte ihn nach Polen. Aktuell befindet er sich ca. 170 km von seinem Heimatterritorium entfernt, auf der Höhe von Angermünde, 75 km östlich der deutsch-polnischen Grenze.

Das im Auftrag des Bundesamtes für Naturschutz (BfN) mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) geförderte Forschungsvorhaben „Pilotstudie zur Abwanderung und zur Ausbreitung von Wölfen in Deutschland“ soll helfen, das Verhalten von wandernden Wölfen zu erforschen. Die Erkenntnisse zum Ausbreitungsverhalten sollen in Managementpläne einfließen und auch bei der gezielten Öffentlichkeits- und Aufklärungsarbeit zum „Neubürger Wolf“ genutzt werden.